Der Jupiter

Astronomisch gesehen ist der Jupiter der größte Planet des Sonnensystems und der hellste der äußeren Planeten. Schon das prädestiniert ihn für die Rolle der Entsprechung des Herrschers der Götter. Wichtig ist auch, dass mit Jupiter die Reihe der Planeten beginnt, die eine relativ langdauernde Umlaufzeit um die Sonne haben. So dauert ein "Jupiterjahr" annähernd 12 Erdjahre; subjektiv von der Erde aus gesehen braucht Jupiter also 12 Jahre, um den Tierkreis einmal zu umrunden. Auch das legte eine besondere Nähe zum König- und Herrschertum nahe, da es eine Entsprechung zum zwölfmonatigen Weg der Sonne um den Tierkreis darstellt.Symbol des Jupiter setzt sich zusammen aus dem Halbkreis (dem Gefühl) und dem Kreuz als Zeichen der irdischen Welt, der Materie. Jupiter verkörpert also das Übergeordnetsein des Gefühls über die Einschränkungen und Grenzen. Vgl. mit dem Saturnsymbol, wo es gerade umgekehrt ist! Jupiter steht also für die Fülle, Wachstum, Expansion, Lebensgefühl.Das Prinzip des Jupiter ist also Wachstum, Fülle, Zunahme von einer gegebenen Grundlage aus. Der Bezug zum König- und Herrschertum liegt nahe.

Jupiter verkörpert hier vor allem den positiven, lebensfördernden Aspekt des Gesetzes sowie auch der Suche nach einem übergeordneten, ganzheitlichen Sinn wie auch nach Religion und Philosophie. Alles, vas eine Erweiterung bedeutet, ist eine Domäne des Jupiter (vgl. die Größe des Planeten!). Wachstum auf geistigem Gebiet, Bewusstseinserweiterung durch Kennenlernen des Fernen, Großartigen, Faszinierenden, oder Wachstum durch Hineinwachsen in die aufbauenden Zusammenhänge der Gesellschaft.Eine andere Form des Wachstums ist das Wachsen der Erfahrung durch die Wahrnehmung der Welt, durch die Sinne. Auch die Sinneswahrnehmungen in ihrer Gesamtheit stellen also eine Jupiterentsprechung dar. Dazu gehört (vgl. die Rolle des Lebens- und genussfreudigen Jupiter/Zeus in den Mythen) natürlich auch Genießen jeder Art. Gemäß der "jovialen" Art ist Jupiter auch großzügig; das Wachstum und der Genuss sollen auch anderen zukommen, mit denen man sich dadurch weiter austauscht und gegenseitig bereichert. Negative Erscheinungsformen von Jupiter können sein eine gewisse Maßlosigkeit, auch Stolz im vornehmen Sinne von "etwas Besseres sein".Jupiter als Gottheit war der König der Gotter bei den Römern, Zeus bei den Griechen. Zeus war bekannt für seine Neigung zu Sinnengenuss und Reisen.

Er war eben der König der Gotter und genoss selbst gerne das Leben in vollen Zügen. Er erlangte die Herrschaft durch den Sieg über seinen Vater Chronos/Saturn. Anders als dieser tötete er seinen überwundenen Feind jedoch nicht, sondern, zwang ihn lediglich, seine aufgegessenen Kinder wieder freizugeben. Zeus erlangte dann seine Macht auch nicht durchweitere Gewalt, sondern weil seine Geschwister sich ihm gerne und freiwillig unterordneten; sein Mut, seine Schönheit und seine positive Ausstrahlung.Mit Jupiter stehen Saphir, Karneol und Amethyst in Verbindung.

Biologische Entsprechungen: Gesäß und Oberschenkel die Leber, Hüfte und BeckenGesellschaftliche Entsprechungen: Alles, was im oben beschriebenen positiven Sinne mit "Recht und Gesetz" zu tun hat, ferner Beschäftigungen wie Theologie, Religion, Priestertum, Auch Fernreisen gehören dazu.

Ebenfalls ist alles Kulturelle, das (höhere) Bildungswesen, Gymnasien, Hochschulen etc. als jupiterisch anzusehen.

Astrologische Entsprechungen: Tierkreiszeichen Schütze (Fische), das neunte (zwölfte) haus.ri i sl.